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​Wie Veränderung in Bewegung kommt

Veränderung verläuft selten geradlinig. Organisationen bewegen sich zwischen Verstehen, Reflexion, Ausprobieren und Weiterlernen – und manchmal auch wieder zurück. 

Meine Aufgabe ist es, die Räume und Bedingungen zu schaffen, in denen Menschen diesen Prozess gemeinsam gestalten können.​

Je nach Situation kommen unterschiedliche Formate zum Einsatz: Workshops, Reflexionsräume, Supervision, Mediation, Coaching und Beratung.

​Ein Prozess, der sich an der Realität orientiert

Jeder Prozess beginnt an einem anderen Punkt und entwickelt seine eigene Dynamik. Die einzelnen Bewegungen sind deshalb keine festen Schritte. Sie können sich wiederholen, ineinandergreifen oder im Verlauf neu an Bedeutung gewinnen.

Welche Formate dabei sinnvoll sind, entscheidet sich aus dem, was die Menschen und die Organisation gerade brauchen.

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Wie das konkret aussehen kann, zeigt das folgende Beispiel aus meiner Arbeit.

​Veränderung braucht Raum

​Ein Einblick in einen mehrmonatigen Prozessbegleitung

Ausgangslage

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Wie kann eine Organisation Menschen darin unterstützen, Diskriminierung nicht nur besser zu erkennen, sondern im eigenen Arbeitsalltag Verantwortung zu übernehmen und Veränderung mitzugestalten?

Mit dieser Frage begann ein mehrmonatiger Pilotprozess mit Mitarbeitenden der kantonalen Verwaltung Basel-Stadt. Menschen aus unterschiedlichen Departementen und mit unterschiedlichen beruflichen Rollen kamen zusammen, um sich mit Rassismus, Zugehörigkeit, eigenen Prägungen und Handlungsmöglichkeiten im organisationalen Alltag auseinanderzusetzen.

Von Beginn an war klar: Es sollte nicht darum gehen, in kurzer Zeit möglichst viel Wissen zu vermitteln. Entscheidend war vielmehr, einen Raum zu schaffen, in dem Unsicherheit, unterschiedliche Erfahrungen und auch schwierige Fragen Platz haben – und aus Reflexion nach und nach Handlungsfähigkeit entstehen kann.

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Wie sah der Prozess aus?

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Der Prozess erstreckte sich über rund sechs Monate. Auf einen gemeinsamen Auftakttag in Präsenz folgten sechs kürzere Online-Module im Abstand von jeweils drei bis vier Wochen. Den Abschluss bildete ein weiterer gemeinsamer Präsenztag.

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Diese zeitliche Struktur war ein wesentlicher Teil der Begleitung. Zwischen den Treffen lag bewusst Zeit: für Erfahrungen im Arbeitsalltag, für Beobachtung und Reflexion – und dafür, dass Fragen entstehen konnten, die beim nächsten Treffen wieder in den gemeinsamen Prozess einflossen.

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Auch die Inhalte waren nicht als starres Programm angelegt. Themen wie Zugehörigkeit, psychologische Sicherheit, Rassismus, Macht und Privilegien, Sprache, Verantwortung und Handlungsmöglichkeiten wurden miteinander verbunden und immer wieder auf die konkrete Arbeitspraxis der Teilnehmenden bezogen.

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Gearbeitet wurde mit unterschiedlichen Formaten – unter anderem mit Reflexion und Austausch, Körper- und Wahrnehmungsübungen, Perspektivwechseln, Arbeit an konkreten Situationen sowie interaktiven Methoden wie World-Café und Forumtheater. Entscheidend war dabei weniger die einzelne Methode als der Raum, der über die Monate entstand: ein Raum, in dem Unsicherheit ausgehalten, Gewohntes hinterfragt und Neues ausprobiert werden konnte.

Was sich im Prozess verändert hat

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In den Gesprächen nach Abschluss des Prozesses zeigte sich eine deutliche Bewegung. Was zu Beginn teilweise von Unsicherheit geprägt war – Was darf ich sagen? Was, wenn ich etwas falsch mache? – entwickelte sich über die Monate zu einem Raum, in dem auch Unsicherheit, unterschiedliche Perspektiven und schwierige Fragen Platz haben konnten.

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Mit dieser Sicherheit veränderte sich auch der Blick der Teilnehmenden. Eigene Prägungen und Privilegien wurden bewusster, strukturelle Hürden sichtbarer und Situationen im Arbeitsalltag anders wahrgenommen. Gleichzeitig wuchs die Fähigkeit, Komplexität auszuhalten, ohne sofort eine perfekte Lösung haben zu müssen.

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Aus Reflexion wurde zunehmend Verantwortung und aus Verantwortung konkrete Handlungsfähigkeit. Teilnehmende berichteten davon, Situationen früher wahrzunehmen, anders zu reagieren und Handlungsspielräume zu nutzen, die sie zuvor möglicherweise nicht gesehen hätten. Veränderungen zeigten sich damit nicht nur im Denken, sondern auch im konkreten beruflichen Alltag.

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Dabei entstand noch etwas anderes: Über Departements- und Funktionsgrenzen hinweg entwickelte sich ein Netzwerk von Menschen, die Erfahrungen miteinander teilen, sich gegenseitig unterstützen und Veränderung weitertragen können.

Stimmen von Teilnehmenden

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„Es ist ein Prozess und das geht nicht in einer Stunde, es geht nicht im halben Tag.“ 

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„Ich nehme wirklich auch einiges mit in den Alltag und es hat etwas bewirkt bei mir.“

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Veränderung wird konkret

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Eine teilnehmende Person beschreibt, wie sie bei einer administrativen Hürde heute bewusst nach einer Möglichkeit sucht, gleiche Teilhabe zu ermöglichen – und feststellt, dass sie dieselbe Situation ein oder zwei Jahre zuvor vermutlich anders angegangen wäre.

Damit Veränderung wirken kann

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Ein Prozess kann etwas in Bewegung bringen. Damit daraus nachhaltige Veränderung in einer Organisation entsteht, braucht es jedoch mehr: Zeit und Ressourcen, Rückhalt durch Führung, klare Verantwortlichkeiten und Räume, in denen Reflexion und Austausch weitergehen können.

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Auch das wurde im Verlauf des Prozesses sichtbar. Veränderung endet nicht mit dem letzten Workshop. Entscheidend ist, ob das, was Menschen gelernt und erfahren haben, im Arbeitsalltag weitergetragen wird – und ob die Organisation Bedingungen schafft, die diese Entwicklung unterstützen.

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Veränderung braucht Raum. Und sie braucht Menschen und Strukturen, die sie weitertragen.

Wo möchten Sie etwas in Bewegung bringen?

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Vielleicht stehen Sie mit Ihrer Organisation gerade an einem Punkt, an dem neue Perspektiven oder ein gemeinsamer Prozess hilfreich sein könnten. Gerne schaue ich mit Ihnen darauf, was Sie beschäftigt und welche Form der Begleitung sinnvoll sein könnte.

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Lassen Sie uns ins Gespräch kommen.

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